RSV Würges verkauft sich teuer

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|  Kilic Görgülü ist der erste RSV-Spieler, der gegen die Eintracht getroffen hat (Foto HM)
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Weilburger Tageblatt
Eintracht Frankfurt enttäuscht beim 3:1-Sieg vor 2400 Zuschauern
Die Kulisse stimmte beim Gastspiel des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt am Freitagabend bei Hessenligist RSV Würges. Die sportlich vier Klassen tiefer angesiedelten Gastgeber zogen sich vor 2400 Zuschauern bei der 1:3-(1:1)-Niederlage mehr als achtbar aus der Affäre. Die Adlerträger zeigten per Saldo betrachtet eine blamable Leistung. Bis zur Pause hatte es sogar nach einer Überraschung ausgesehen. Der Außenseiter aus dem Südkreis Limburg-Weilburg stellte bis zum Wechsel das aktivere, torgefährliche Team. Dass die Gäste vom Main nicht mit einem Rückstand in die Halbzeit gingen, hatte mehrere Gründe. Das 1:1 nach 45 Minuten war für die Schützlinge von Trainer Michael Skibbe schmeichelhaft.
Der RSV war motiviert bis in die Haarspitzen, schien das 48 Stunden zuvor mit großer Laufarbeit verrichtete Meisterschaftsspiel gegen Rot-Weiß Darmstadt scheinbar mühelos weggesteckt zu haben. Anders die ohne ihre Nationalspieler Theofanis Gekas, Halil Altintop, Pirmin Schwegler, Ümit Korkmaz und Georgios Tzavellas sowie den Brasilianer Caio antretenden Profis vom Main.
Eintracht wirkt in der Offensive sehr harmlos und spielt viel zu linkslastig
Der in der Bundesliga nach zwei Spieltagen noch punktlose Gast wirkte in der Offensive erschreckend harmlos. Die rechte Angriffsseite wurde total vernachlässigt, die Angriffe wurden zumeist über Marcel Heller über den linken Flügel vorgetragen. Grund zum Torjubel hatten zunächst die Anhänger der diesmal in den ungewohnten Farben gelb-schwarz auflaufenden Gastgeber. Die Uhr zeigte die achte Minute. Daniel Bode spielte einen Zuckerpass in die Schnittstelle der Frankfurter Vierer-Abwehrkette. Kilic Görgülü tauchte urplötzlich vor dem aus seinem Gehäuse eilenden Ralf Fährmann auf. Der zu Rundenbeginn vom Verbandsligisten Spvgg Hadamar gekommene Mittelfeldspieler aus Steinbach hob das Spielgerät elegant über den früheren Schalker hinweg ins Netz. 1:0 für den Außenseiter!
Die unverhoffte Führung beflügelte die Aktion der Platzherren. Der technisch versierte Jura Gros scheiterte kurz darauf (15.) aus spitzem Winkel am prächtig reagierenden Fährmann. Vier Minuten später verpasste Daniel Bode knapp den Frankfurter Kasten. Von der Eintracht war nichts zu sehen.
Der zu diesem Zeitpunkt glückliche Ausgleich wurde praktisch aus dem Nichts erzielt. Der 25-Meter-Freistoß von Markus Steinhöfer flog an Freund und Feind vorbei, wurde dabei lang und länger. Am Ende zu lang für den verdutzt dem Leder hinter her blickenden 1,99 großen Tormannhünen Jens Rock. "Wir mussten zur Pause mit 2:0 führen", trauerte RSV-Trainer Thorsten Wörsdörfer der verpassten Überraschung hinterher. Widerspruch erntete der Westerwälder damit nicht. Sekunden vor dem Halbzeit ballerte Steffen Moritz einen Freistoß an den linken Torpfosten. Ein Raunen ging durch die Menge. Der ebenfalls nicht in Bestbesetzung auflaufende Hessenligist hatte den Erstligisten vom Main 45 Minuten lang kräftig geärgert.
"Würges war ein starker Gegner. Wir hatten nicht viele Torchancen", sagte Frankfurts Trainer Michael Skibbe nach dem Abpfiff des wenig geforderten Unparteiischen Daniel Velten vom TSV Laufdorf.
Kopfballtreffer von Özbakir zur erneuten Würgeser Führung wird aberkannt
Der zweite Durchgang begann, wie die erste Halbzeit endete. Der RSV hatte sein Team personell mächtig durcheinander gewirbelt. Fünf frische Kräfte standen auf dem Platz, darunter der frühere Aumenauer Patrick Zanner. Dann erneut ein Torschrei. Fünf Minuten nach Wiederbeginn hatte der aufgerückte Innenverteidiger Artug Özbakir das Freistoß-Zuspiel von Steffen Moritz ins Netz verlängert. Die Freude war zu früh, der Unparteiische annullierte den Treffer infolge Abseitsstellung.
Mit zunehmender Spielzeit kam es dann, wie es kommen musste. Die Eintracht übernahm allmählich das Kommando, ohne freilich ganz große Akzente setzen zu können. Beim Frankfurter Führungstreffer profitierte der neuerliche Torschütze Markus Steinhöfer von einem Missverständnis zwischen Tormann-Heimkehrer Dennis Fromm und seinen Vorderleuten. Den Amateuren fehlte in der Folge die Kraft, das Blatt noch einmal zu wenden. Der wenig Torgefahr ausstrahlende Grieche Ioannis Amanatidis brachte nach einem Zuspiel des beweglichen Benjamin Köhler die Rot-Schwarzen endgültig auf die Siegerstraße.
Fazit: Der RSV Würges könnte viele neue Freunde gewonnen haben. Von der Eintracht darf dies nicht behauptet werden.
Würges: Rock (46. Fromm/85. Noll) - Strenkert, Özbakir, Schunck, Schwarz (46. Wheeler) - Wolf - Gros (46. Bauschke), Groß (46. Lerch), Görgülü (46. Zanner) - Bode (80. Weimer), Moritz.
Frankfurt: Fährmann - Franz (46. Russ), Vasoski, Chris, Köhler - Ochs, Clark, Steinhöfer, Heller (76. Titsch-Rivero) - Meier, Amanatidis .
Schiedsrichter: Daniel Velten (Laufdorf) - Zuschauer: 2400 - Tore: 1:0 Kilic Görgülü (8.), 1:1 Markus Steinhöfer (22., Freistoß), 1:2 Markus Steinhöfer (64.), 1:3 Ioannis Amanatidis (69.) - gelbe Karte: Chris (Frankfurt) 
Chris besteht den ersten Härtetest

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|  Felix Wheeler konnte sich mit Amanatidis messen (Foto HM)
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FAZ
Beim 3:1 über Würges kann der Eintracht-Kapitän auf Anhieb durchspielen. Dagegen muss das Talent Rode wieder einen Rückschlag hinnehmen: Knorpelschaden.
Von Ralf Weitbrecht, Würges
03. September 2010
Das Comeback ist geglückt. „Man hat ihm angesehen, dass er längere Zeit nicht mehr gespielt hat“, sagte Michael Skibbe. Doch der Trainer der Frankfurter Eintracht, vor allem aber Chris selbst waren froh, dass der Körper des 32 Jahre alten Brasilianers nach vier Monaten Verletzungspause gehalten hat. Vom Anpfiff bis zum Abpfiff ist der Eintracht-Kapitän am Freitagabend im Stadion „Goldener Grund“ am Ball gewesen. Am Ende stand in dem Test bei der fünftklassigen RSV Würges ein 3:1-Erfolg der erstklassigen Bundesligaprofis, herausgeschossen durch Markus Steinhöfer (24., 64.) und Ioannis Amanatidis (69.). Steinhöfer, der in Skibbes Bundesligaplanungen keine Rolle spielt, zeigte eine engagierte Vorstellung. Von Chris kann und wird zukünftig mehr kommen. „Aber diese neunzig Minuten hier haben Chris gut getan“, sagte Skibbe. „Schön, dass er wieder bei uns in der Mannschaft ist.“
Die fleißigen Würgeser, seit Jahrzehnten fester Bestandteil der höchsten hessischen Amateurliga und mit der Empfehlung eines 2:0-Punktspielsieges am Mittwoch gegen Rot-Weiß Darmstadt in das „Spiel des Jahres“ gegangen, hatten gegen die anfangs indisponierte Eintracht sogar für das erste Ausrufezeichen gesorgt. So überlistete Kilic Görgülü Eintracht-Torwart Ralf Fährmann schon in der neunten Minute mit einem gefühlvollen Heber vor 2000 begeisterten Zuschauern.
„Chris braucht noch einige Trainingseinheiten“
Eine Halbzeit schwach, im zweiten Abschnitt besser: Trainer Skibbe konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft anlässlich des neunzigjährigen Vereinsjubiläums des RSV Würges insgesamt nicht zufrieden sein. Auch weiß er, „dass Chris noch einige Trainingseinheiten braucht, um wieder ganz der Alte zu sein“. Doch Skibbe ist Optimist. Wenn die Eintracht in einer Woche das dritte Bundesligaspiel im Mönchengladbacher Borussia-Park bestreitet, sollte der brasilianische Abwehrchef von Beginn an dabei sein.
Während sich Chris also anschickt, endlich wieder Schritt für Schritt an das alte Leistungsvermögen anzuknüpfen, hat es einen der Jungen aus dem Eintracht-Tross besonders schlimm getroffen. Sebastian Rode, mit großen Hoffnungen im Sommer von den Offenbacher Kickers zur Eintracht gekommen, fällt monatelang aus. Bei dem 19 Jahre alten Mittelfeldmann ist nach Untersuchungen in der Frankfurter BG-Unfallklinik sowie im Heidelberger Zentrum für Gelenkchirurgie ein Knorpelschaden im linken Knie diagnostiziert worden. Schon am kommenden Montag wird Rode vom Heidelberger Kniespezialisten Jürgen Huber operiert. Trotz des sportlichen Tiefschlags hat sich Rode am Freitag dosiert optimistisch geäußert. „Die Ärzte haben mir gesagt, dass der Schaden relativ klein sein soll.“ Der leidgeplagte Profi, dem schon zu Offenbacher Zeiten im rechten Knie das Kreuzband gerissen war, hatte damals nach sechsmonatiger Zwangspause wieder annähernd zu alter Form gefunden. „Der jetzige Schaden ist im Testspiel gegen Palermo passiert“, sagte Rode. In dem Vergleich während des Sommertrainingslagers in Kärnten (2:1) war der Frankfurter mit einem Italiener zusammengeprallt. „Seitdem habe ich Schmerzen.“
hmerzen von Chris sind abgeklungen. Die vor knapp sechs Wochen operierte Leiste hält, und Trainer Skibbe geht davon aus, dass sein Abwehrchef am kommenden Samstag mithelfen kann, beim schweren Auswärtsspiel in Mönchengladbach die Wende einzuleiten. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge ist ein Erfolgserlebnis fast schon Pflicht. Schließlich will die Eintracht bis zum Saisonende immer noch 50 Punkte holen. 
RSV Würges - Rot-Weiß Darmstadt 2:0 (1:0)

RSV in Form, Eintracht kann kommen!
Sicher und gekonnt hat der RSV Würges den ersten Heimsieg in der laufenden Saison gelandet. Die Truppe von Chef-Trainer Thorsten Wörsdörfer und seinem Assistent Carsten Ache ist gut in Schwung. Haben die beiden sogar darauf hin gearbeitet, ihr Team zum Spiel gegen den Bundesligisten aus Frankfurt, in Höchstform zu bringen? Arbeiten sie mit ihrer Mannschaft insgeheim daran, der Eintracht am Freitag ein Ding zu verpassen? Diese und ähnliche Fragen wurden nach dem Spiel gegen den eifrigen und fairen Neuling aus Darmstadt vom Umfeld der „Roten“ im Clubheim diskutiert!
Als Spielleiter Tobias Stieler, einer aus der Elite der hessischen Spitzenschiedsrichter, der auch Spiele der 2. Bundesliga leitet und als Assistent an der Seite von Tobias Welz (SG Nassau Wiesbaden) in der 1. Bundesliga tätig ist, um 19.29 Uhr anpfiff, sah man zunächst eine offensive Mannschaft von RW Darmstadt. Es kann sein, daß der Trainer von Rot-Weiß, Stephan Adam beabsichtigte, mit einem schnellen Tor den gastgebenden RSV zu verunsichern. Die erneut sicher stehende Abwehr der Würgeser, um den wieder überragend spielenden Kapitän Christoph Schunck, wurde stark beschäftigt und mußte höllisch aufpassen, daß kein zählbarer Schaden entstand.
Bereits in der 8. Minute zeigte der RSV Würges, was zur Zeit, vor allem auswärts, seine Stärke ist. Blitzschnell wurde über die rechte Seite von Uli Strenkert über Daniel Bode nach vorne gespielt. Die Flanke von rechts erreichte Steffen Moritz, der knapp am linken Pfosten vorbei zielte. Die Darmstädter Bemühungen brachten keine klare Torchance, lediglich ein paar Eckbälle waren zu notieren. Trotzdem hätte es Dominik Lewis fast geschafft die Führung zu erzielen. Sein Freistoß aus 23 m flog aber knapp am linken Torwinkel vorbei (22. Minute).
Das Warnsignal hatte der RSV nicht überhört und berannte fortan das Gästetor in Richtung Walsdorf. Der Anhang aus „Werjes“ und Umgebung hatte des öfteren den Torschrei auf den Lippen, doch stets hatten die Gäste bei den zahlreichen Schußversuchen noch ein Körperteil dazwischen. Strenkert, seit Wochen mit ansteigender Formkurve, hatte erneut über die rechte Seite die Kugel nach vorne getrieben. Maßgerecht flankte der Ex-Karbener Spielführer nach innen, wo „Bulle“ Moritz lauerte und das Runde in das Eckige wuchtete (45.). Sekunden später ertönte der Halbzeitpfiff vom souverän leitenden, öfters im Sprinttempo über den Platz eilenden Referee aus Obertshausen.
Nach der Erfrischungspause ging der RSV energisch ans Werk um die knappe Führung abzusichern. In der 56. Minute gelang es und wieder mit einem schnell gespielten Angriff. Der Beselicher in Würgeser Diensten, Moritz, spielte einen blitzgescheiten Steilpass in die Gasse auf den flinken Bode. Der Westerwälder zog los und allen inklusive RW-Torhüter Thorsten Breitwieser vorbei und verwandelte bombensicher zum 2:0. Anschließend spielte der RSV ohne volles Risiko sein Spiel mit guten, überlegten Aktionen und sparte wohl auch Kräfte für das Match gegen die Eintracht. Die Südhessen versuchten, ohne aber entscheidende Akzente setzen zu können, dem Spiel eine Wende zu geben.
Gästetrainer Adam sprach in der Pressekonferenz von einem verdienten Sieg des RSV und meinte sein Team hätte keine Chance gehabt. Trainer Wörsdörfer vom Heimverein lobte den technisch starken, fair auftretenden Gegner und vor allem seine eigene Mannschaft. Er verteilte in bester Stimmung Lob an seine Mannen, erwähnte besonders Ersatztorwart Jens Rock und die treuen Fans des RSV. Er fand auch toll, daß es schnell ging, Ersatz für den verletzten Adam zu beschaffen.
Dennis Fromm, im RSV hoch angesehen, saß bereits wieder auf der Ersatzbank und auch Christian Adam zeigte sich optimistisch am Spielfeldrand, als er Auskunft gab in Bezug auf die Einschätzung der Heilungschancen von seiner Verletzung!
Im RSV-Stadion „Goldener Grund“ waren am Mittwoch zu sehen:
RSV Würges: Rock - Strenkert, Schunck, Özbakir, Schwarz - M. Groß, Dylong (46. Wolf), Zanner (76. Bauschke) - J. Gros (59. Lerch), Bode, Moritz.
RW Darmstadt: Breitwieser - Scherf, Yildiz, Markowitz, Walter (46. Öztas) - Felter (66. Koll), Kalbfleisch, Frisch, Nuzzo (46. Abdesadki) - Lewis, Do Vale Lopez.
Schiedsrichter: Tobias Stieler (SG Rosenhöhe Offenbach).
Zuschauer: 320
Tore: 1: 0 Moritz (45.) - 2:0 Bode (56.). 
7 x hats gekracht

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|  Seine ersten Treffer konnte Steffen Moritz in Baunatal bejubeln - und das gleich im Dreierpack (Foto HM)
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Auf feinstem Rasen bei Sonnenschein im Parkstadion der VW-Stadt zeigte sich die „Roten“ in Galaform! Der Tabellenzweite wurde nach der Pause von der Macht aus dem Taunus demontiert. Schnell und spielstark im Vorwärtsgang war der RSV nicht mehr zu halten. Der Trommler des KSV, hoch oben unter dem Tribünendach postiert, hatte wohl mit Lähmungen im Schlagarm zu kämpfen, weil er staunend mit ansehen mußte, wie sein KSV ratlos und bewegungslos dem Orkan aus „Werjes“ ausgeliefert war.
Würges begann, nachdem der souverän leitende Schiedsrichter Wahl um 15.02 Uhr angepfiffen hatte mit einer geordneten, defensiven Ausrichtung. Baunatal trat von Beginn an selbstbewußt auf, biß aber bei der gut stehenden Abwehr der Gäste auf Granit. Lediglich in Minute 10 konnte eine klare Einschußchance erspielt werden. Mirko Tanijic scheiterte aber, alleine vor dem Schlußmann des RSV, Christian Adam, an dessen blitzschneller Reaktion. Der wiedergenesene Patrick Zanner erschreckte die Gastgeber erstmals, als er aus 17 m den Ball an den linken Pfosten feuerte. Glück hatte Würges als der frei zum köpfen kommende Murat Osmanoglu aus 6 m das Leder auf die Oberkante der Latte setzte (22.). Geschockt wurde der Anhang des RSV eine Viertelstunde später. Trotz intensiver Bemühungen von Physiotherapeut Günter Förderer, mußte Adam verletzt ausscheiden (26.). Jens Rock kam als Vertreter auf das grüne Viereck.
Freude zeigte sich wieder auf den Gesichtern der kleinen Zuschauergruppe aus Würges als Zanner einen Freistoß von rechts vor das Tor hob und den Kopf von Steffen Moritz fand, der aus 7 m flach in die linke Ecke einnickte (36.). Baunatal schlug sofort zurück und erzielte durch Bravo-Sanchez den 1:1 Ausgleich (37.). Mit einer grandiosen Flugparade verhinderte Rock, als er die Kugel nach einem Freistoß von Bravo-Sanchez aus dem oberen linken Torwinkel holte die Gastgeberführung (39.). Weitere Großtaten des Seelbachers im Verlauf der Begegnung folgten, die mit Applaus von den Rängen gehuldigt wurden. Daniel Bode sorgte in der Nachspielzeit mit seinem platzierten Kopfstoß aus 8 m an den linken Innenpfosten, von dem das Leder im Tor zur 2:1 Führung landete, für Gesprächsstoff zur Halbzeitpause. Linksfuß Zanner hatte mit einer weiten Flanke vom rechten Flügel erneut die Vorarbeit geleistet (45 + 2).
Vermutlich hatte das Trainergespann des KSV, bestehend aus Ex-Torwart Tobias Klöppner und dem im Sturm spielenden Tobias Nebe ihre Männer neu motiviert. Aber bereits in der 52. Minute verpaßte der schnelle Bode dem Nordclub den Todesstoß. Aus 15 m traf der Neuzugang flach in die linke Ecke zum 1:3. Anschließend erhöhten die Gäste aus dem Bad Camberger Stadtteil das Tempo und führten den geschockt mit schweren Beinen agierenden Gastgeber vor. Zanner hätte beinahe schon in der 57. Minute auf 1:4 erhöht. Aus spitzem Winkel scheiterte der laufstarke Aumenauer aber an Keeper Andre Schreiber. Michel Groß, der junge Spielgestalter aus Brechen, trumpfte in der 67. Minute auf. Nach einem schnellen Doppelpaß mit Jura Gros visierte er aus 14 m die lange Ecke an und traf zum Tor des Tages. Moritz wurde eine Minute später glänzend eingesetzt und verwandelte alleine auf das Tor zu steuernd, zum 1:5. Michel Groß bereitete mit einem genau getimten Flugball das 1:6 vor. „Bulle“ Moritz nutzte die Chance zu seinem dritten Saisontreffer und traf mit dem Kopf aus 8 m (79.). Bode, der neue RSV-Bomber aus dem Westerwald, setzte in der Nachspielzeit per Nachschuß den Schlußpunkt zum 1:7. Vor Selbstbewußtsein strotzend feuerte vorher Abwehrstratege Artug Özbakir nach Vorlage von Jura Gros einen 35-Meter in Richtung Tor, wo der Ball im Abwehrwall hängen blieb und den jungen Torjäger als Vorlage erreichte.
Die Pressekonferenz erlebte einen verschmitzt lächelnden RSV-Trainer Thorsten Wörsdörfer der seinem Team eine Leistungssteigerung attestierte, die den unerwarteten Sieg brachte. Die Trainer der gastfreundlichen Baunataler gaben fair zu, daß Würges eine tolle Leistung bot und verdient die 3 Punkte mitnimmt. Bei der Heimfahrt mit dem Bus zum Würgeser Gemeindezentrum wurden den Mitreisenden vom 1. Vorsitzenden und dem sportlichen Leiter des RSV humoristische Beiträge serviert, bei denen die Stimmung fast den Siedepunkt erreichte. Die Schlußansprache durfte der Cheftrainer halten, der sich zufrieden äußerte und die Truppe aufforderte weiter mit Disziplin und Fleiß zu arbeiten, damit sie ihre Leistung noch steigert!
Im Parkstadion Baunatal spielten:
KSV Baunatal: Schreiber - Leipold (61. Scharf), Hanske, Wolf, Osmanoglu - Bravo-Sanchez, D Agostino, Wengerek, Melake (53.. Schrader) - Tanijic (71. Liebermann), Nebe.
RSV Würges: Adam (26. Rock) - Strenkert, Schunck, Özbakir, Wheeler (78. Blättel) - M. Groß, Dylong, Zanner (56. Lerch) - J. Gros, Bode, Moritz.
Schiedsrichter: Alexander Wahl (TSV Laufdorf)
Zuschauer: 200
Tore: 0:1 Moritz (36.), 1:1 Bravo-Sanchez (37.), 1:2 Bode (45 + 2) - 1:3 Bode (52.), 1:4 M. Groß (67.), 1:5 Moritz (68.), 1:6 Moritz (79.), 1:7 Bode (90 + 2). 
RSV Würges - TSV Eintracht Stadtallendorf 0:1 (0:0)

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|  Christoph Schunck gab kämpferisch wie immer alles (Foto HM)
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Die Anhänger des RSV hatten gehofft, das Team der „Roten“ hätte nach der guten Leistung im letzten Spiel und dem Punktgewinn in Wetzlar ihre Form gefunden. Leider wurden die Fans an die mäßige Leistung vom Heimspiel gegen den FSV Fernwald erinnert. Die Offensivkräfte konnten selten ihre Torgefährlichkeit beweisen. So konnte sich Artug Özbakir, als Abwehrmann mit seinem Kampfgeist alleine mehr Chancen erarbeiten, als die gesamte Abteilung Angriff.
Vor der Pause brachte das Spiel wenig Aufregendes. Michel Groß, mit einer Granate aus 14 m (23.) und Artug Özbakir per Kopf (33.) waren einem Treffer für Würges am nächsten. Erst in der Nachspielzeit wurde es laut im RSV-Stadion „Goldener Grund“. Christopher Schwarz hatte seinen Gegenspieler von hinten atackiert und erhielt die gelbe Karte. Dies geschah leider zum 2. Mal in der Partie. Er mußte das Feld verlassen! Die Verantwortlichen der Gastgeber waren mit dieser Enrscheidung nicht einverstanden und kritisierten vor allem das Verhalten vom Gästetrainer, der lautstark und gestikulierend von Beginn an agierte.
Nach der Rückkehr aus der Kabine mit nur noch 10 Männern, legte der RSV eine Schippe drauf. Daniel Bode zog in der 48. Minute, aus halbrechter Position ab, leider etwas zu hoch. Die kalte Dusche erhielt der RSV in der 65. Minute als der Ex-Marburger Ingo Czyrzewski eine Flanke von links aus kurzer Entfernung zum 0:1 eindrückte. Nun stürmte Würges in Unterzahl mit einem nach vorne beorderten Özbakir. Eine Vielzahl von Chancen wurde erkämpft, aber kein Treffer erzielt. Der willensstarke Artug Özbakir hatte mehrmals Pech und scheiterte knapp. So mußte eine nicht erwartete Niederlage hingenommen werden, die neben den mit sich selbst unzufriedenen Spielern, auch Trainer Thorsten Wörsdörfer einiges Kopfzerbrechen bereitet.
Bei strahlenden Sonnenschein spielten:
RSV Würges: Adam - Strenkert, Schunck, Özbakir, Schwarz - M. Groß, Dylong - Kiraz (33 Görgülü, 86. Lerch)), Moritz - J. Gros (46. Wheeler), Bode.
TSV Eintracht Stadtallendorf: Olujic - Rasiejewski, Bloss, Schillhabl, Sohn - Lepper, Hodaj, Hainmüller (46. Schudy), Ademi - Wagener (10. Krawczyk), Czyrzewski (80. Sanzone).
Schiedsrichter: Boris Kosche (Spvgg Eltville)
Zuschauer: 250
Tor: 0:1 Czyrzewski (65.)
Gelb/Rot: Schwarz (45. + 1, RSV Würges)

Hochverdientes Remis

Eintracht Wetzlar - RSV Würges 1:1 (1:1)
Nur das Tüpfelchen auf dem i fehlte bei Würges!
Taktisch bestens eingestellt, spielerisch stark und einsatzfreudig, präsentierte sich der RSV Würges, ab 19.00 Uhr, am Dienstag, in Wetzlar. Das Team mit ansteigender Formkurve, hatte mehr und bessere Torchancen als der Gastgeber. Cheftrainer Thorsten Wörsdörfer und Trainerassistent Carsten Ache waren offensichtlich über die Stärken der Lahnstädter bestens informiert und hatten ihre Truppe dem entsprechend aufgestellt. Vor Torwart Adam stand eine sichere vierteilige Abwehrkette, vor der zwei starke Abfangjäger in Aktion waren. Die vier Offensivkräfte arbeiteten stets auch defensiv und störten so frühzeitig die gegnerische Spielentwicklung.
Die Wetzlarer Eintracht mit großen Erwartungen in die Saison gestartet sollte wissen, daß ein Baum nur groß und stark wird, wenn er langsam wächst und gut gepflegt wird. Mit anderen Worten: Die Anhänger sollten Trainer Claus-Peter Zick Zeit lassen, damit er die guten Einzelkönner zu einer homogenen Mannschaft zusammen schweißen kann. Mit dem vorhandenen qualifizierten Spielerpersonal wird es gelingen!
Das Match im Stadion am Karl Kellner Ring, begann lebhaft. Man merkte, daß beide Mannschaften eine frühe Führung wollten. Nach 6 Minuten gelang den „Roten“ der Führungstreffer. Steffen Moritz startete aus dem Mittelfeld ein Solo. Mit seiner Dynamik schaffte es „Bulle“, an mehreren Gegnern vorbei, bis kurz vor die linke Strafraumlinie zu kommen, wo er zu Fall gebracht wurde. Jura Gros zielte mit dem Freistoß auf die kurze Ecke. Kapitän Christoph Schunck kam herangesaust und rammte mit dem Kopf das Leder in die kurze Ecke.
Christian Adam mißglückte mit dem nassen Ball in der 8. Minute ein Abschlag, der im Mittelfeld bei einem Wetzlarer landete, der „Poldi“ Weber einsetzte. Der Torjäger schoß platziert und flach in die rechte Ecke. Adam machte seinen Fauxpas wieder gut und drehte, blitzschnell abtauchend das Runde um den Pfosten. Ebenso schnell am Boden war Eintracht-Torwart Kamber Koc, als nach einem erneuten Foul an Moritz, Artug Özbakir aus 23 m, flach in Richtung linke Ecke ballerte (23.). Die Superchance zum 2:0 vergab Jura Gros, als er frei aus 5 m den Ball über die Querlatte hob (51.). Moritz hatte vorher per Kopf in den freien Raum verlängert.
7 Minuten später erzielte Andreas Schäfer den Ausgleich. Andreas Baufeldt donnerte vorher eine durch Strafraum schwebende Flanke aus halbrechter Position volley an den Querbalken im von der kurzen Ecke. Den Lattenabpraller knallte Schäfer aus 9 m mit Vehemenz, hoch und unhaltbar in die linke, gegenüberliegende Ecke zum 1:1 (38.).
Nach der Halbzeitpause, kam die Eintracht etwas stärker und hatte nun leichte Vorteile, ohne sich entscheidend in Szene setzen zu können. Die klarste und einzige große Chance erspielten sich wieder die in der ersten Spielhälfte stärkeren Gäste aus Würges. Jura Gros kam, als die Wetzlarer Abwehr wieder einmal schwamm, an den Ball. Leider vergab der elegante Techniker erneut, als er wiederum die Kugel über die Torlatte bugsierte (54.). Spielleiter Krämer pfiff nach 90 Minuten eine Partie ab, die betrachtet man die Spielanteile, ausgeglichen verlief. Die Anzahl der besseren Torchancen hätte aber einen Gästesieg gerechtfertigt.
Der Würgeser Trainer Wörsdörfer lobte in der Pressekonferenz besonders Steffen Moritz der ein Riesenpensum absolvierte und den Formanstieg vom gesamten Team. Zick als Trainer von Wetzlar, war von seiner Truppe etwas enttäuscht, meinte aber erstaunlicherweise seine Mannschaft hätte den Sieg verdient gehabt. Er gab dem Schiedsrichtergespann die Mitschuld, daß nicht der erhoffte Sieg zu Stande kam.
Die Aufstellungen:
Eintracht Wetzlar: Koc - Simmons, Leonhardt, Saighani, Kling (49. Proske)- Mülln, Hocker - Hagner - Baufeldt, Weber (85. Schaffarz), Schäfer.
RSV Würges: Adam - Strenkert, Schunck, Özbakir, Schwarz - Dylong, M. Groß - Kiraz (87. Görgülü), Bode (73. Lerch), J. Gros, Moritz.
Schiedsrichter: Aaron Krämer (Frankfurt)
Zuschauer: 290
Tore: 0.1 Christoph Schunck (6.), 1:1 Andreas Schäfer (38.).
KK/RO

RSV Würges - FSV Fernwald 1:1 (0:0)

FSV Fernwald ertrotzt Remis im Stadion „Goldener Grund“!
Bei strahlendem Sonnenschein im RSV-Stadion traten beide Mannschaften mit unterschiedlichen taktischen Ausrichtungen an. Die Gäste aus dem Kreis Gießen hatten sich offensichtlich und nicht unerwartet eine auf Konter ausgelegte Taktik erdacht. Die Abwehrkette stand mit 5 Spielern gegen die 4 Spitzen der Platzherren. Im Angriff lauerten Domenico di Rosa und Ahmet Marankoz, der für den kurzfristig mit einer Muskelverhärtung fehlenden Daniel Beck einsprang, auf Fehler der neu formierten RSV-Abwehr. Ebenso neu im RSV-Team war, daß Trainer Thorsten Wörsdörfer 4 Angreifer aufbot und Michel Groß die zentrale Mittelfeldrolle einnahm.
Nach dem Anpfiff von Spielleiter Dutschmann, der mit seinen beiden Assistenten Tobias Panzer und Oliver Scharf souverän die Partie im Griff hatte, tat sich von der Taktik geprägt, wenig auf dem grünen Viereck. Die „Roten“ konnten die Abwehrwand des FSV nicht aufbrechen und hatten wie auch die Fernwalder, keine klare Einschußmöglichkeit. Am nächsten zum Torerfolg war Daniel Bode. Sein Flachschuß aus 17 m Torentfernung sauste aber um Haaresbreite am linken Torpfosten vorbei.
Nichts was die Stimmung auf den Rängen verbessert hätte wurde zu Beginn von Hälfte 2 geboten. Eine Belebung im Spiel gab es ab der 67. Minute. Daniel Erben drang mit dem Ball am Fuß von rechts in den Strafraum ein und wurde von Christopher Schwarz, der ansonsten überzeugte, nahe der Torauslinie mit einem „Sliding Tackling“ zu Fall gebracht. Sven Ehser verwandelte den Strafstoß für den FSV Fernwald zur Führung.
Diesen Weckruf hörten wohl die Einheimischen. Mit vollem Einsatz ging es nur noch in Richtung Walsdorf, das gegnerische Tor ansteuernd! Christoph Schunck stieg in der 76. Minute zum Kopfball hoch, traf aber nur die Latte. Sein Kumpel aus der Innenverteidigung Artug Özbakir war zur Stelle und schob den Abpraller zum Ausgleich ein. Steffen Moritz kam nun auch besser zum Zug. Er traf in der 82. Minute aus 18 m halbhoch den rechten Pfosten. Der stark kämpfende Mannschaftsführer Schunck platzierte eine Minute später einen Kopfstoß hart und genau in die untere, rechte Ecke. FSV-Torwächter Sven Schmitt reagierte famos und lenkte blitzschnell das Leder um den Pfosten. Die letzte große Möglichkeit zum Gewinn der erhofften 3 Punkte war dahin!
In der Pressekonferenz, von Felix Hartmann moderiert empfand Gästetrainer Daniyel Bulut den Punktgewinn als verdient. Thorsten Wörsdörfer erläuterte ausführlich warum es Umstellungen im Team gab und meinte, daß es nicht einfach war die letzten schweren Niederlagen aus den Köpfen der Spieler zu bekommen.
In der fair verlaufenen Partie mit einem für den RSV Würges unbefriedigenden Ergebnis, wirkten mit:
RSV Würges: Adam - Strenkert, Schunck, Özbakir, Schwarz - Dylong, Groß - Kiraz, Gros (64. Görgülü), Bode, Moritz.
FSV Fernwald: Schmitt - Pintaric, Bodnar, Völk, Golafra (72. Schadeberg), Gashi - Erben, Ehser, Öztürk - Di Rosa (82. Buss), Marankoz (64. Buycks).
Schiedsrichter: Michael Dutschmann (TuS Bonbaden)
Zuschauer: 280
Tore: 0:1 Ehser (Foulelfmeter, 67.), 1:1 Özbakir (76.). 
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|  Christopher Schwarz verursachte den Elfmeter und konnte dennoch überzeugen (Foto HM)
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RSV ohne Chance, aber Kopf hoch

FC Bayern Alzenau - RSV Würges 5:0 (1:0)
Würges kann Alzenau nicht bremsen!
Der RSV Würges konnte zwar die Verletzten Sebastian Bauschke, Erik Lederer, Nico Weimer, Alexander Wolf, Patrick Zanner und den Torwart Nr. 3, Jan Noll, nicht einsetzen, dennoch gab es einen anderen Grund für die herbe Niederlage. Es war die Klasseleistung des FC Bayern Alzenau, der in dieser Verfassung wohl ein ernstes Wort bei der Titelvergabe mitreden wird!
Das spieltaktische Rezept von Trainer Thorsten Wörsdörfer und seinem Assistent Carsten Ache war der Tatsache angepaßt, daß der Gastgeber über das weitaus bessere Spielermaterial verfügt und auch noch ein Jahr Regionalligaerfahrung in die Waagschale werfen konnte. Die RSV-Teamleitung hatten vor die vierteilige Abwehrkette ein im wesentlichen mit Defensivaufgaben betrautes Mittelfeld, besetzt mit Ferhat Kiraz, Uli Strenkert, Jura Gros, Daniel Dylong, sowie Steffen Moritz, gestellt, die nach einer Balleroberung sofort in die Offensive gehen sollten und zusammen mit der einzigen Spitze (Neuzugang Daniel Bode) für Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgen sollten. Das gelang leider nur zum Teil. Die Defensivaufgaben wurden bis zur Pause gut erfüllt. Es gelang aber nicht einen Gegenstoß erfolgreich ab zu schließen.
Freistöße aus 28 m (Steffen Moritz) und 30 m (Artug Özbakir), sowie ein Fernschuß von Jura Groß bedeuteten kaum Torgefahr. Fast wäre aber nach einem schnellem Konter Daniel Dylong nahe dem Strafstoßpunkt zum Abschluß, der den Ausgleichtreffer gebracht hätte, gekommen. Gestört von einem Alzenauer fiel der eifrige Mittelfeldmann hin. Referee Stieler, auf schnellen Beinen immer auf Ballhöhe, entschied eindeutig auf „Weiterspielen“. Allgemein ließ der Schiri aus der 2. Bundesliga weitgehend dem Spiel großzügig seinen Lauf und pfiff selten. Das Tempo blieb so hoch und die Partie blieb trotzdem fair.
Die Unterfranken waren bereits vor der Pause das etwas bessere Team, konnten sich aber kaum eine klare Chance erspielen. Die Männer vor Christian Adam (erneut fehlerfrei) machten nämlich geschickt die Räume eng und störten energisch. Die erste Standardsituation hätte fast, nach einer Ecke von links und anschließendem Kopfball hoch in die lange Ecke, die 1:0 Führung gebracht. Felix Wheeler stand aber goldrichtig und rettete bravourös (3.). Glücklich kam die Führung des FC Bayern zu Stande! Von der am Torraum versammelten Abwehr der „Roten“ prallte ein Schußversuch der Gastgeber ab. Unglücklicherweise vor die Füße von Serkan Bayin der direkt abfeuerte und von 8 m halbrechte Position, hoch in die linke Ecke traf (17.). In der 42. Minute hatte der frei rechts zum Zuge kommende Tim Franz das 2:0 auf dem Schlappen. Er zielte aber haarscharf, flach am linken Pfosten vorbei.
Nach der Pause wurde der RSV geschockt! Keine 2 Minuten waren gespielt, als Sebastian Popp eine scharfe Flanke von links aus 4 m in die rechte Ecke vom RSV - Tor bugsierte (47.). Das Team um Kapitän Christoph Schunck bemühte sich zwar weiter, aber mit gebrochenem Herz. Die nun energisch und selbstbewußt aufspielenden Unterfranken beherrschten nun Spiel und Gegner. Julius Väth donnerte aus 17 m an die Querlatte (48.). Peter Sprung, wenige Sekunden im Spiel, läuft nach einem Superpaß allen davon und markiert das 3:0 aus 11 Metern (64.). In der 67. Minute zielt Sprung mit dem Kopf freistehend knapp vorbei. David Lange vergibt leichtfertig in Minute 74 aus 3 Metern mit dem Kopf. Der RSV kann kaum noch Zweikämpfe gewinnen und muß durch Sprung den nächsten Gegentreffen hinnehmen (80.). Kilic Görgülü hätte nach einer scharfen, flachen Flanke von rechts durch Jura Gros fast den Ehrentreffer erzielt (83.). Aus 10 m flach abgeschossen flog die Kugel etwa 10 cm am linken Torpfosten vorbei! Adam wehrt in der 88. Minute einen ersten Schußversuch gegen einen frei vor ihm auftauchenden Gegner ab. Umsonst! Lange hämmert das Runde aus 15 m ins Netz, zum 5:0 Endstand (88.).
Die Mannschaft vom RSV Würges sollte die hohe Niederlage schnellstens aus ihren Köpfen verschwinden lassen! Alzenau war ein überaus starker Gegner, der vor allem nach der 2:0 Führung noch zusätzliche Beute machen wollte und auch machte! Auch die Anhänger des RSV sollten sich mit Kritik zurück halten. Der Knackpunkt des Spiels war halt das schnelle 2:0 nach der Pause, daß demoralisierend auf die Truppe wirkte. Gegen den FSV Fernwald am Samstag wird der Wiedergutmachungsgedanke den Willen der Mannschaft stärken!
Es spielten am Dienstag:
FC Bayern Alzenau: Smajlovic - Väth, Neis, Prümm, Goldhammer - Bayin, Franz (74. Feyh), Stefani, Popp (74. Gödecke), Lange - Puric (63. Sprung).
RSV Würges: Adam - M. Groß, Schunck, Özbakir, Wheeler (57. Schwarz) - Kiraz (72. Lerch), Strenkert, J. Gros, Dylong, Moritz - Bode /53. Görgülü).
Schiedsrichter: Tobias Stieler (SC Rosenhöhe Offenbach)
Zuschauer: 500
Tore: 1:0 Bayin (17.) - 2:0 Popp (47.), 3:0 Sprung ( 64.), 4:0 Sprung (80.), 5:0 Lange (88.).
KK/RO

OFC eine Nummer zu groß

Von Jan Kieserg
Fußball-Hessenligist RSV Würges hat sein erstes Heimspiel in dieser Saison gegen die überaus starke zweite Mannschaft der Offenbacher Kickers am gestrigen Abend deutlich mit 0:4 verloren.
RSV Würges – Kickers Offenbach 2 0:4 (0:0). Die Kulisse stimmte am gestrigen Abend im Stadion Goldener Grund. Rund 450 Zuschauer waren nach Würges gekommen, um sich zwei siegreiche Mannschaften des ersten Spieltags anzuschauen. Am Ende aber lachten die Reservisten der Offenbacher Kickers über einen Auswärtserfolg, doch sollte sich die Truppe von Trainer Thorsten Wörsdörfer nicht grämen, unterlag sie doch einem Team, das in dieser Verfassung sicherlich zu den Titelkandidaten zu zählen ist.
Vielleicht wäre der Abend aus Sicht des RSV Würges wesentlich erfreulicher verlaufen, hätte Jura Gros in der Anfangsphase nach Vorarbeit von Steffen Moritz nicht den linken Torpfosten anvisiert. Anschließend aber übernahmen die Kickers mehr und mehr das Kommando. Der Würgeser Torhüter Christian Adam musste in dieser Phase bei einigen Distanzschüssen schon sein ganzes Können aufbieten, um den drohenden Rückstand zu vermeiden. Nach 20 Minuten war Adam auch bei einem allerdings schwachen Versuch des durchgebrochenen Baris Odabas zur Stelle. Die Würgeser kamen vor dem Wechsel noch zwei Mal gefährlich vor das Offenbacher Gehäuse, doch sowohl ein Schuss von Jura Gros als auch ein Freistoß von Steffen Moritz landeten in den Armen von Keeper Tobias Wolf.
Nach der Pause sahen die Zuschauer weiterhin starke Kickers, die aber erst nach 71 Minuten zur Führung kamen, als Antonio Ljubic eine schöne Einzelleistung überlegt zum 0:1 abschloss. Eine gewisse Vorentscheidung war nur zwei Minuten später gefallen, als der eingewechselte Jannik Sommer einen Flugball eiskalt zum 0:2 verwertete. Ein Kopfball des überragenden Ljubic führte schließlich zum 0:3, ehe der aus Offheim stammende Marius Laux vier Minuten vor dem Ende mit dem vierten Offenbacher Treffer den Schlusspunkt unter eine atemberaubende Schlussphase des OFC setzte. Laux stand vor seinem Engagement bei den Kickers über mehrere Jahre beim 1. FC Köln unter Vertrag und bestritt bei den Geißböcken zahlreiche Regionalligaspiele. Keine Frage, in dieser Form ist Offenbach in dieser Liga nur sehr schwer zu schlagen.
Würges: Adam, Schunck, Wheeler, Özbakir, Strenkert (80. Zanner), Dylong, Groß, Görgülü (58. Kiraz), Gros (66. Bode), Lederer, Moritz – Offenbach: Wolf, Henrich, Reinhard, Saletnik, Cincotta, Grammel, Tusha, Laux, Findik (65. Sommer), Odabas (59. Fiorentino), Ljubic (83. Hörst) – SR: Reisert (Dieburg) – Tore: 0:1 Ljubic (71.), 0:2 Sommer (73.), 0:3 Ljubic (81.), 0:4 Laux (86.) – Zuschauer: 450. Quelle NNP vom 5.8.10 HM 
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|  Hatte schon früh die beste Chance für den RSV mit einem Schuss an den Pfosten: Jura Gros (Foto HM)
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Erster Dreier im Sack

Für „Joker“ Kilic Görgülü ist es der Stoff aus dem die Fußballträume sind
Buchonia Flieden – RSV Würges 2:3 (1:0)
Glücklich, aber nicht unverdient behielt der Fußball-Hessenligist RSV Würges beim SV Buchonia Flieden zum Saisonauftakt mit 3:2 (0:1) die Oberhand. Der leicht favorisierte Gast, in dessen Anfangsformation zunächst mit Ullrich Strenkert und Jura Gros nur zwei Neuzu-gänge standen, zeigte nach dem auf einem Strafstoß basierenden 1:2-Rückstand Kämpfer-qualitäten. Für „Joker“ Kilic Görgülü war es bei seinem Debüt im RSV-Dress, der Stoff aus dem Fußballträume sein. Der technisch versierte Angreifer bescherte mit einem „Abstauber“ seinem neuen Club mit seinem ersten Pflichtspieltor den im Vorfeld der Partie ins Kalkül gestellten ersten Dreier. Der frühere Hadamarer stand ganz einfach im richtigen Moment, am richtigen Platz. Ganz einfach da, wo „Knipser“ zu stehen pflegen. Dem Siegtor vorausge-gangen war ein kerniger Schuss von Steffen Moritz, den Fliedens Tormann Daniel Freidhof nicht festzuhalten vermochte. „Die Jungs haben nach dem zweimaligen Rückstand den Kopf nicht in den Sand gesteckt“, sah RSV-Trainer Thorsten Wörsdörfer in Anbetracht des Dreiers dezent über die nicht zu verhehlenden Abwehrschwächen bei den „Roten“ hinweg. Die frühe Führung verlieh den Aktionen der von Trainer-Oldie Martin Hohmann betreuten Buchonia Flügel. Ungeachtet dessen winkte dem Gast bei den Chancen von Erik Lederer (10., Unterkante Latte, 36.), Moritz (36., 47.) mehrfach der Ausgleich. Beim Sieger wirkte sich die Einwechslung von Youngster Felix Wheeler positiv aus. Dem Eigentor von Frederic Braun ging eine scharfe Hereingabe von Ullrich Strenkert voraus. Umstritten aus Würgeser Sicht war die zum 2:1 führende Elfmeterentscheidung. Fabian Schaub war im Duell mit dem RSV- -Tormann Christian Adam zu Fall gekommen. Der sein Comeback feiernde 1,93 Meter lange Rheinhesse schwor vergebens Stein und Bein keinen Körperkontakt mit dem Sohn von Fred Schaub, dem Frankfurter Siegtorschützen beim UEFA-Pokalsieg in 1980, aufgenommen zu haben.
Flieden: Freidhof – Pfeifer, Ay (83. Gerlach), Sauer, Braun – Drews (79. Birlenbach), Rother, Noll, Reith – Schaaf (74. John), Schaub.
Würges: Adam – Schwarz (60. Görgülü), Schunck, Özbakir, Zanner (46. Wheeler) – Strenkert, Dylong – Groß, Lederer – Gros (89. Kiraz), Moritz.
Schiedsrichter: Vonderschmidt (Mühlheim) – Zuschauer: 500.
Tore: 1:0 Reith (7.), 1:1 Braun (58., Eigentor), 2:1 Rother (60., Foulelfmeter), 2:2 Lederer (68.), 2:3 Görgülü (80.).
gelbe Karten: Noll, John (Flieden). Adam, Schunck, Lederer, Moritz, Görgülü (Würges).
Di/RO

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