Alles andere als rund lief es heute beim Hessenligisten KSV Baunatal. Mit 1:7 (1:2) gerät der KSV Baunatal zuhause gegen den RSV Würges böse unter die Räder. „Man darf nicht 7:1 verlieren, wer aber 7:1 gewinnt, hat verdient gewonnen“, mit dieser Weisheit kommentierte Baunatals Trainer Tobias Klöppner das Spiel gegen den RSV Würges und war vom Ergebnis sicherlich mehr als bedient.
Fehlte seiner jungen Truppe heute doch vor allem in der 2. Halbzeit der Biss. „Wir haben es im Kollektiv nicht geschafft, unsere Leistung abzurufen“, fügte Co-Trainer Tobias Nebe dann auch hinzu. Würges Trainer Thorsten Wörsdorfer war natürlich glücklich über den Sieg „Wir haben heute vieles richtig gemacht“, sagte er und fügte hinzu, „vielleicht hat Baunatal vor dem Spiel zuviel auf die Tabelle geschaut.“ Dort hatte Würges mit gerade einmal 5 Punkten nur einen Platz am Tabellenende. Der RSV Würges versuchte von Beginn an die Baunataler nicht ins Spiel kommen zu lassen, was ihm zu zuerst aber nicht gelang. Zwar war die erste Chance durch einen Freistoß auf Seiten der Elf aus dem „Goldenen Grund“, doch konnten die VW-Städter danach gleich drei gute Chancen nicht verwerten, Mario Wolf, Mirko Tanjic und Samuel Melake waren die Schützen, wobei Tanjic alleine vor dem Tor, in der 13. Minute wohl die größte Möglichkeit hatte. Er hätte den Ball in dieser Situation bloß an Torwart Christian Adam vorbeischieben müssen, vergab aber diese günstige Gelegenheit seine Mannschaft in Führung zu bringen. In der 21. Minute gab es dann den ersten Warnschuss von Würges, Patrick Zanner traf nur den Pfosten. Als dann in der 25. Minute der Baunataler Murat Osmanoglu einen Kopfball knapp über das Tor setzte, waren sich noch alle im Stadion einig, das kann heute was werden. Zwar zeigten sich bereits einige Abstimmungsprobleme in der Baunataler Abwehr, aber das Kombinationsspiel nach vorne lief fließend. Zudem mussten die Würgeser ab der 26. Minute auf Ihren Torwart Adam verzichten, der sich ohne Fremdeinwirkung verletzte. So fiel auch das 0:1 durch den RSV Spieler Steffen Moritz (36.) aus Baunataler Sicht eher unerwartet. Als dann Antonio Bravo Sanchez fast im Gegenzug (37.) das 1:1 erzielt, war auch der kurze Regenschauer, der durch das Parkstadion zog, wieder vorbei und der Himmel strahlte wieder. In der 42. Minute nahm dann Würges Torjäger der vergangenen Saison, Steffen Moritz erstmals Maß, scheiterte aber noch an Torwart Schreiber. Eine schöne Freistoßkombination von Bravo Sanchez und Tobias Nebe auf Seiten des KSV in der 44. Minute fand keinen Abnehmer, da die eigenen Stürmer zu tief standen. Samuel Melake (45.) war es dann, der Ersatztorwart Jens Rock prüfte, der aber konnte den Ball knapp ums Eck lenken. Die Baunataler, nun wohl bereits mit dem Gedanken in der Kabine, mussten in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit dann noch das 1:2 durch Daniel Bode hinnehmen. Forsch kam die Würgeser wieder aus der Kabine und erzielten bereits in der 52. Minute das 1:3 aus Sicht des KSV Baunatal. Wieder war Bode der Torschütze. Der RSV Würges, der nun wesentlich angriffslustiger spielte, kam in der 55. Minute durch Zanner zu einer weiteren Chance. Erst in der 64. Minute, nach zwei Auswechslungen schaffte es der KSV sich für eine kurze Zeit zu befreien, der eingewechselte Nico Schrader konnte eine Chance zum Anschlusstreffer in der 65. Minute aber nicht verwerten, auch der Nachschuss von Bravo Sanchez verfehlte sein Ziel. Danach glitt den Baunatalern das Spiel komplett aus der Hand. Michel Groß (67.), Moritz (68.) und wieder Moritz (79.) brachten den Baunatalern einen 1:6 Rückstand. Auch wenn Trainer Klöppner lautstark ein Aufbäumen seiner Mannschaft forderte, sah man den Spielern an, dass sie diese Situation so nicht gewohnt waren und keine Antwort mehr parat hatten. Es war kein Nachsetzen mehr zu erkennen. Das 1:7 durch Bode war dann aber doch für den KSV, der vor allem in der 1. Halbzeit über weite Strecken über die größeren Spielanteile verfügte, eine zu hohe Niederlage. Frei nach Gustav Stresemann „Aus Niederlagen lernt man leicht. Schwieriger ist es, aus Siegen zu lernen.“, müssen die Trainer Tobias Klöppner und Tobias Nebe nun zusehen, dass die Mannschaft aus dieser Niederlage etwas lernt und gegen den nächsten Gegner, den FCA Darmstadt, wieder die gewohnte Leistung bringen kann. Das Spiel findet am 04.09., um 15:00 Uhr in Darmstadt statt.Zum Foto: Musste heute 7x hinter sich greifen Baunatals Torwart A.Schreiber(Bericht und Foto M.Freimuth)
KSV/RO
„Oldies“ vom RSV Würges schulten Nachwuchs!
93 Kinder hatten Spaß bei der FFH - Fußballschule!
Riesig viel Spaß hatten die Kids erneut bei der FFH - Fußballschule in Würges. 5 Tage in den Sommerferien wurde Fußball gelernt. Mädchen und Buben, klein und groß, sorgten für einen regen Betrieb im RSV Stadion „Goldener Grund“.
Besonders gefiel den Nachwuchskickern, daß die Schulungsleiter Karlheinz Sahl und Karl Bermbach, eine Vielzahl von bestens geeigneten Fußballern für die 8 Gruppen als Übungsleiter verpflichtet hatten. So bekamen die Kids hervorragend demonstriert wie es gemacht wird. Neben vielen zur Zeit beim RSV spielenden Hessenligaspielern, zeigten auch viele ehemalige Spitzenkönner, wie man den Ball behandelt.
Stellvertretend für alle helfenden Kräfte seien genannt: Gregor Dannewitz aus Waldbrunn, früher RSV-Stürmer und der erste Trainer mit dem der RSV in die Oberliga aufstieg! Georg Horz aus Selters war anwesend, damals als Spielmacher im Oberligateam. Der Sportdirektor des RSV, Dirk Krämer, bei einigen Oberligisten als Spieler aktiv, engagierte sich ebenso. Lutz Bermbach, mittlerweile Vorstand der Fußballer von Mainz-Laubenheim war angereist und schulte die Kleinen.
Vorbilder in Bezug auf ihren Einsatz für den Verein waren die Altstars Heinz Schlitt und Erich Brands, die jeden Tag, wie auch Kristian Szekely, der frühere RSV- Spieler ist heute Spielertrainer des SV Wallrabenstein, vor Ort waren.
Am vorletzten Tag der Veranstaltung wurde den Kindern noch ein besonderes Highlight geboten. Im Auftrag vom Hitradio FFH besuchte der Fußballprofi Mario Fillinger vom FSV Frankfurt (2. Bundesliga) die Kursteilnehmer. Der sympathische 26 jährige Mittelfeldspieler kam bei den Kindern gut an, denn als er die Daten seiner Laufbahn genannt hatte, wurde er neugierig befragt wie sein Weg nach oben von Heidenau bei Dresden, bis zu den Profis von seinem ehemaligen Verein dem Hamburger SV verlaufen ist. Anschließend gab es noch für alle Autogramme vom zur Zeit verletzten Neuzugang der Truppe von FSV - Trainer Boysen.
Bereits in den Herbstferien wird der RSV Würges im Stadion „Goldener Grund“ wieder die FFH - Fußballschule veranstalten. Die Kids wird es freuen!
Die Eintracht kommt am 3. September
Der RSV wird 90 und Eintracht Frankfurt kommt. Das war die Überraschungsnachricht des Tages. Karl Bermbach präsentierte die frohe Botschaft den Fans im Rahmen der Mannschaftsvorstellung am letzten Sonntag.
RSV 90 Jahre jung
Der RSV Würges hat am Samstag im Gemeinschaftshaus in Anwesenheit vieler Ehrengäste sein 90-jähriges Bestehen gefeiert.
Bad Camberg-Würges. Sportlich stehe die 1. Seniorenmannschaft so gut da, wie noch nie, sagte RSV-Vorsitzender Karl Bermbach in seiner Begrüßungsansprache. Vier Jahre in Folge gehört das Team von Trainer Thorsten Wörsdörfer der Hessenliga an und mit dem 10. Platz, mit dem die Elf am Samstag die Meisterschaftsrunde beendet habe, sei die beste Platzierung in Hessens Eliteliga erreicht worden.
«Wir haben in den letzten zehn Jahren viele neue Projekte in Angriff genommen und unsere sportliche Erfolge können sich sehen lassen», sagte Bermbach. Mit Hilfe der Stadt habe der Verein ein neues Sportheim errichtet. 120 freiwillige Helfer aus dem Verein hätten dabei tatkräftig mitgewirkt. Bermbach dankte all seinen tatkräftig helfenden Mitgliedern, die mit viel Herzblut bei der Sache seien.
7670 Euro für Vereinsheim
Der Vorsitzende fand aber auch kritische Worte. «Der RSV Würges ist ein in die Jahre gekommener Verein und hat genau wie ein Mensch in diesem Alter über manch ein Zipperlein zu klagen», sagte Bermbach. Selbstkritisch äußerte der dienstälteste Vorsitzende des Fußballkreises, dass beispielsweise andere Vereine dem RSV die Vorherrschaft im Bereich Juniorenfußball abgelaufen hätten. Verwunderlich sei es, dass andere Vereine, die wie der RSV in der ranghöchsten Liga des hessischen Amateurfußballs spielen, aber auch andere unterklassige Vereine im Landkreis über bessere Sportanlagen verfügten als der Würgeser Traditionsverein, der seit Jahren das Fußballgeschehen im Landkreis bestimmt. «Der RSV hat das eine oder andere Zipperlein, aber er lebt und wird weiter leben», sagte Bermbach abschließend.
Der Sportkreisvorsitzende Hermann Klaus, zugleich Schirmherr der Jubiläumsveranstaltung, bezeichnete den RSV als Musterbeispiel eines Fußballvereins. Der RSV Würges sei Institution und Markenzeichen zugleich und verdiene hohe Wertschätzung.
In seiner Eigenschaft als zuständiger Abteilungsleiter für Sportstättenbau im hessischen Innenministerium sei er, Klaus, mehrfach mit einer kämpferischen Bereitschaft des RSV konfrontiert worden, wenn es gegolten habe, anstehende Bauvorhaben durchsetzen zu wollen. Klaus lobte vor allem Karl Bermbach, der Enormes für den RSV Würges geleistet habe. Der Sportkreisvorsitzende überreichte Bermbach einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 7670 Euro. Das Geld ist für Ergänzungsarbeiten am Vereinsheim bestimmt. Bürgermeister Wolfgang Erk (SPD) versteht sich und die Stadtgremien als zuverlässiger Partner des RSV. Er sicherte dem Verein ebenso wie Stadtverordnetenvorsteher Walter Becke (CDU) auch in Zukunft weitere Unterstützung zu.
Zahlreiche Ehrungen
Kreisfußballwart Holger Henkel eröffnete den Ehrungsreigen mit der Verleihung des Ehrenbriefs des Hessischen Fußball-Verbandes an Hermann-Josef Löw, Reinhold Hassinger, Dieter Diefenbach, Heidi Feuerbach und Reinhold Ochs.
Aus den Händen von Hermann Klaus erhielten Felix Hartmann, Leo Martin, Margit Becker, Edgard Wagner und Hilde Löw die Verdienstnadel des Landessportbunds Hessen und Karl Bermbach ehrte Dieter Pscherrer, Karl-Heinz Bücher, Dieter Wagner, und Jürgen Rosa für 25-jährige Vereinszugehörigkeit sowie Günther Hartmann und Willi Lennartz für 50-jährige Vereinstreue. bb bb Quelle NNP vom 31.5.10 HM
Ehrungen seitens des Landessportbundes Hessen beim RSV Würges. Unser Foto zeigt von links Leo Martin, Karl Bermbach, Margit Becker, Schirmherr Hermann Klaus, Felix Hartmann, Edgar Wagner und Hildegard Löw. Foto: Disper
Hessenliga hofft auf mehr Wertschätzung
DFB-Direktor Sandrock mit offenem Ohr für die Vereine
Verbandsfußballwart Armin Keller hatte die Vereinsvertreter der Hessenliga eingeladen und alle kamen. Kein Wunder, denn die Oberligaclubs haben Sorgen in Bezug auf die Wertschätzung ihrer Spielklasse innerhalb des DFB. Bekannt ist, dass die Oberliga, früher lange Jahre die 3. Klasse. seit der letzten Spielklassen-Neuordnung des DFB, nur noch die 5. Klasse ist und erhebliche Nachteile verschiedenster Art hinnehmen musste. Der Verbandsfußballwart erreichten nach Durchführung der Reform immer wieder die Klagen der Vereine. Er reagierte und lud den verantwortlichen Direktor für Spielbetrieb vom DFB, Helmut Sandrock zu einer Besprechung am 8. Februar nach Grünberg ein.
Direktor Sandrock referierte über die Spielklassenreform, über die Zulassung zur Regionalliga betreffend die technischen und organisatorischen Voraussetzungen, sowie über die Nachweise der Wirtschaftlichkeit. Seinen Worten war zu entnehmen, dass man in der DFB-Führung auch nicht zufrieden mit dem Ist-Zustand scheint und für den DFB-Bundestag im Oktober 2010 Änderungen zur Abstimmung vorlegen wird. Sicher aufgeweicht wird die Forderung, dass die Regionalliga-Spielstätten 5000 Zuschauer aufnehmen können und davon noch 1000 als Sitzplätze angeboten werden. Nur 6 % der RL-Spiele wurden von 5000 Zuschauern besucht, wobei diese Besucherzahl nur von wenigen Großvereinen wie RW Essen oder dem 1.FC Magdeburg erreicht wurden. Das Vereine der RL wie Hertha BSC Berlin II und SpVgg Greuther Fürth II nur 189 bzw. 173 Besucher im Schnitt begrüßen können, verstärkt die These, hier etwas zu ändern. Sandrock sagte auch man sollte bedenken, dass in der 3. Liga, sowie der Regionalliga mit ungleichen Voraussetzungen gekämpft wird. Der leitende DFB-Angestellte belegte mit Statistiken, dass die Zahl der Bundesliga-Reserve-Mannschaften (U23) in diesen Spielklassen immer mehr zunimmt, weil die DFL-Profis den Akteuren der Amateurclubs (Feierabendfußballer) überlegen sind. Wünschenswert aus der Sicht der Amateurvereine wäre, dass man die Profivereine der DFL bewegen kann, eine eigene Klasse für die Reserve- bzw. U23 Spieler zu bilden. Helmut Sandrock gab anschließend Zahlen bekannt, die Auskunft gaben wie die 3. Liga und die Regionalliga ihre Etats bewerkstelligen. Die 3. Liga erhält von den Fernsehgeldern der DFL jährlich 800.000 Euro pro Verein und lebt in der Hauptsache von den Zahlungen der werbenden Sponsoren. Trotz gutem Zuspruch der Besucher erwirtschaften die Clubs im Durchschnitt kein Plus, sondern ein Minus. Die Regionalligavereine, vom DFB verwaltet, haben durchschnittlich einen Etat von 2,1 Millionen Euro. Etwa die Hälfte steuern die Sponsoren bei, während sich die Gelder vom Fernsehen sich auf 90.000 Euro jährlich pro Verein summieren. Wegen der hohen Kosten für den Spielbetrieb haben die Vereine dieser Liga auch finanzielle Sorgen.
Von diesen Einnahmen können die Hessenligisten nur träumen, weil es keine Präsenz im Fernsehen gibt und deshalb auch die Möglichkeiten über Werbung große Sponsoren zu avisieren eingeschränkt sind. So bemängelten auch die Vertreter der Hessenligisten, als es unter der Leitung von Armin Keller zur anschließenden Diskussion mit dem DFB-Verantwortlichen kam, dass der Hessische Rundfunk und die überregionale Presse nicht von der Oberliga berichten. Einmütig wurde gefordert, dass mit dem HR noch einmal verhandelt werden soll. Erheblich wurde die Abstufung der Oberligen zur 5. Spielklasse kritisiert. Hier soll versucht werden, auf dem DFB-Bundestag für Verbesserungen zu sorgen. Hier müssen alle Landesverbände mitwirken, um in den Abstimmungen gegen die DFL-Vertreter eine Chance zu besitzen. Angedacht wurde der Wegfall der Regionalligen, um die Oberligen wieder direkt unter 3. Bundesliga zu platzieren. Die Zahl der Oberligen (z. Zt. 12) müsste selbstverständlich erheblich reduziert werden, um dieses zu erreichen. Wie wenig attraktiv die Regionalliga von den Hessenligavereinen eingestuft wird, zeigte sich in der vom Verbandsfußballwart Keller durchgeführten Befragung der Clubs. Lediglich der FSV Frankfurt II, Kickers Offenbach II und RW Frankfurt werden sich als Aufsteiger bewerben. Ob sie aufsteigen dürfen ist noch fraglich. Der FSV müsste den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga schaffen. Die Kickers in die 2. Bundesliga aufsteigen. Rot-Weiß, als 6. in der Hessenligatabelle, muss sich zumindest auf Platz 4 vorarbeiten, um sich zu qualifizieren. Direktor Sandrock beantwortete die Fragen der Vereinsvertreter umfassend und gab zu erkennen, dass der DFB die Erfahrungswerte nach der letzten Spielklassenreform nutzen wird um die Bedingungen für die Clubs zu verbessern. Armin Keller beendete nach mehr als 3 Stunden die Zusammenkunft. Er bedankte sich bei Helmut Sandrock und freute sich mit den Vereinsvertretern, dass man mit dem DFB-Direktor einen Gast hatte der die Sorgen der Amateurvereine mit Sachverstand zur Kenntnis nahm und kundtat für Abhilfe zu sorgen.